Die jüngsten Auftritte in der Castroper Street hatten die zerbrechlichen Hoffnungen im Kampf gegen den Abstieg wiederbelebt. In Mönchengladbach trat der VfL Bochum jedoch so auf, als würde ihm der Abstieg drohen. Äußerlich ist Bochum ein freundlicher Konkurrent. Dieter Hecking winkte mit den Armen an der Seitenlinie und schrie vor Wut. Es ist verständlich, wenn man bedenkt, dass die umstrittene Entscheidung des Schiedsrichters Jöllenbeck, die noch für eine mögliche Strafe gegen Bochum in den letzten Momenten überprüft werden muss. Aber in diesem Fall hat der Bochumer Trainer, der eine gelbe Karte erhielt, wahrscheinlich seine ganze Frustration zum Ausdruck gebracht. Das war durchaus vernünftig, da sein Team nach den beeindruckenden Leistungen im Borussia Park völlig verwirrt war. „Ich bin klar im Kopf, solange ich es nicht bin“. „Es ist nicht so“. Hecking hatte nach der 1-0-Niederlage gegen FC St. Pauli und lobte den Geist und die Entschlossenheit seines Teams nach ihrer beeindruckenden Erholung im 3-3-Unentschieden gegen Leipzig. Noch enttäuschender war die Leistung seiner Truppen, als Hecking zu seinem früheren Stützpunkt in Mönchengladbach zurückkehrte. „Ich bin nüchtern, solange ich es nicht bin“, gestand Hecking.

