Lars Ricken hat im ersten Spiel unter Mike Tullberg einen Fortschritt beim BVB erkannt. Aufgrund der Zufriedenheit und der noch länger andauernden Trainersuche sitzt der Däne auch gegen Donezk auf der Bank.
Am letzten Spieltag der CL-Ligaphase
Trotz gut 70-minütiger Unterzahl aufgrund der Roten Karte von Nico Schlotterbeck holte Borussia Dortmund beim Debüt von Mike Tullberg einen Punkt. Dementsprechend lobte Geschäftsführer Sport Lars Ricken nach dem 2:2 gegen Werder Bremen den Einsatz der Spieler und führte dies auch auf die Ansprache des Dänen zurück. „Es hat sicherlich etwas damit zu tun, dass der Trainer sie erreicht“, so Ricken in der Mixed-Zone.
In den wenigen Tagen seit dessen interimistischen Amtsübernahme habe der U-19-Trainer ein „gewisses Maß an Lockerheit“ reingebracht und das Team „emotional erreicht“. Dies bestätigte auch Emre Can. „Er versucht, uns positive Dinge einzureden. Ich glaube, dass wir es als Mannschaft zur Zeit brauchen. Er hat es in dieser kurzen Zeit super gemacht, Riesen-Respekt an Mike“, erläuterte der Kapitän, der sich wenig später über die Fortsetzung der Zusammenarbeit gefreut haben dürfte, im Sky-Interview.
„Er wird Mittwoch auch auf der Bank sitzen, das war eigentlich auch schon vorher klar.“ (Lars Ricken)
Denn Ricken teilte dann kurz nach Abpfiff vor dem Signal-Iduna-Park mit, dass Tullberg auch am Mittwoch (21 Uhr, LIVE bei kicker) in der Champions League im Heimspiel gegen Schachtar Donezk die Verantwortung trägt. „Er wird Mittwoch auch auf der Bank sitzen, das war eigentlich auch schon vorher klar. Ich habe ihm aber gesagt: ‚Das Bremen-Spiel, darum geht’s.‘ Weil ich 100 Prozent Mike Tullberg haben wollte, den habe ich auch bekommen. Wir alle haben ihn bekommen“, erklärte der 47-Jährige.
Dortmund lässt sich mit der Trainersuche Zeit
Neben der Zufriedenheit über die Arbeit Tullbergs liegt diese Entscheidung auch in der noch länger andauernden Trainersuche begründet, bei der derzeit keine schnelle Lösung absehbar ist. „Wir nehmen uns die notwendige Zeit“, so Ricken, auch weil aus seiner Sicht keine Eile herrscht: „Ich glaube, wir sind aktuell mit Mike hervorragend aufgestellt, weil er die Spieler erreicht.“
Der Trainer selbst freute sich indes über das Vertrauen, betonte zugleich jedoch auch, dass es nicht um seine Person gehe. „Es geht immer darum, dem Verein zu helfen. Die ersten Jahre ging es darum, Spieler auszubilden und Siege einzufahren, jetzt geht es nur um eines: Spiele zu gewinnen und die Mannschaft zu stabilisieren“, erklärte der 39-Jährige. Während sein Team die letztgenannte Anforderung schon zum Teil gegen Bremen erfüllte, könnte nun gegen Donezk auch die erste folgen.

